Hascheeknödel mit Sauerkraut

Nicht nur, dass Knödel mit Sauerkraut eines meiner Lieblingsgerichte ist, sondern die Knödel gehören einfach zum Innviertel. Im Innviertel werden die Knödel mit Semmelteig oder auch mit Kartoffelteig gemacht. In meiner Familie hat der Semmelteig Tradition, jedoch für die glutenfreie Variante eignet sich der Kartoffelteig wesentlich besser. Geschmacklich kann der glutenfreie Semmelteig dem echten Semmelteig nicht das Wasser reichen.

Semmelknödelmasse:
6 Stück alte Semmeln, gewürfelt, oder Knödelbrot
ca. 370-500 ml Milch vom Bauern
Salz
1 großes Ei aus Freilandhaltung
50 g Mehl oder mehr nach Bedarf

Die Milch aufkochen und über die Brotwürfel gießen. Die Masse erkalten lassen. Nun die Masse salzen und das Ei dazugeben und alles gut vermischen und zu einer gleichmäßigen Masse mit den Händen zermatschen, damit die Knödel später schön rund werden.

TIPPS:

  • Die Brotwürfel erst nach und nach mit Milch übergießen, denn der Trocknungsgrad kann zwischen alten Semmeln und Knödelbrot sehr unterschiedlich sein. Wenn sich der Teig leicht vom Schlüsselrand lösen lässt, dann passt das Mengenverhältnis.
  • Zum Knödelformen immer eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben stehen haben, denn mit angefeuchteten Händen klebt die Masse nicht so und das Knödelformen geht leichter.
  • Die Knödel vor dem Einfrieren und Kochen im glatten Mehl wälzen. Dadurch behalten sie eher ihre schöne Form.
  • Man soll immer einen ausreichend großen Kochtopf zum Knödelkochen verwenden, sodass die Knödel schwimmen können. Legen sie sich unten am Boden an, kann man sie nach ein paar Minuten Kochzeit vorsichtig mit einem Kochlöffel vom Boden lösen.
  • Die Knödel in nur leicht wallendes Wasser legen und niemals in stark kochendes Wasser geben. Da würden sie zerfallen.
  • Wenn man sich noch unsicher bei der Konsistenz ist, kann man auch einen Probeknödel kochen. Sollte dieser noch zerfallen, dann einfach noch Knödelbrot oder Mehl dem Teig untermischen.

Hascheemasse
150 g Reste von Schinken, Geselchtem oder Wurst

Die Reste zusammen durch den Fleischwolf drehen und vermischen.

TIPP: Oftmals findet man auch Rezepte, wo noch zusätzlich Zwiebel oder Kräuter hinzugemischt werden, das kann man natürlich machen, aber die Originalknödel von meiner Oma und auch die einfachsten sind nur mit der Restefülle.

TIPP: Übrigens kann man bei dem Metzger seines Vertrauens direkt Wurstreste kaufen, sollte man mal keine zuhause im Kühlschrank finden. Die Reste sind billiger als wenn man die Wurst aufgeschnitten kauft.

Nun werden kleine Knödel aus der Semmelmasse geformt, flach gedrückt und mit etwas Hascheemassee belegt (nur in der Mitte) und der Knödelteig von allen Seiten darübergeschlagen und zu einem Knödel geformt. Die frischen Knödel in Mehl drehen.

Die Knödel kann man nun auf einem bemehlten Teller oder Blech einfrieren oder gleich ca. 10 min je nach Größe in wallendem Salzwasser kochen.

Sauerkraut
50 g Schweinefett oder Öl
50 g Grammeln
50 g Zwiebel, gehackt
50 g Apfel, in kleine Würfel geschnitten
500 g Sauerkraut
100 ml Wasser

Die Grammeln und die Zwiebel in dem Fett oder Öl goldbraun anbraten. Das Sauerkraut hinzugeben und mit Wasser aufgießen. Nun die Apfelwürfel untermischen und das Sauerkraut ca. 1 Stunde köcheln lassen.

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